Gefälschte Geldanlage-Werbung mit Prominenten
Betrüger nutzen KI, um Videos von Prominenten und Führungspersönlichkeiten aus der Wirtschaft so zu manipulieren, dass diese scheinbar für Geldanlagen werben, häufig im Zusammenhang mit Kryptowährungen. Die Videos werden als Werbeanzeigen in sozialen Netzwerken oder als gefälschte Livestreams ausgespielt. Anschließend versuchen die Betrüger, die Opfer in private Messenger-Apps zu lotsen und ihnen gefälschte Websites zu zeigen, auf denen ihre Geldanlage scheinbar wächst (New York Attorney General).
Was Behörden raten
- Warnzeichen kennen: Aufforderungen von Prominenten oder anderen bekannten Personen zu investieren, Versprechen garantierter Renditen, die Forderung, sofort zu investieren, sowie die Bitte, das Gespräch auf verschlüsselte private Messaging-Plattformen zu verlegen (New York Attorney General).
- Keine Geldanlage ist risikofrei. Wenn jemand behauptet, man könne mit geringem oder gar keinem Risiko viel Geld verdienen, sollte man dem Hype nicht trauen: Geldanlagen sind immer mit Risiken verbunden, und es gibt keine garantierten Renditen (FTC).
- Die Empfehlung selbst überprüfen: Suchen Sie online mit dem Namen der prominenten Person, dem Namen des Unternehmens oder Produkts sowie Begriffen wie „Betrug“ („scam“) oder „Fälschung“ („fake“) (FTC).
- Vorsicht bei Livestreams und anderen Video- oder Audiobotschaften, die Sie zu einer Geldanlage bewegen wollen. Auch wenn es wie ein Livestream aussieht, kann es sich um einen Deepfake handeln (New York Attorney General).
- Eigene Prüfungen durchführen: Suchen Sie nach Bewertungen des Verkäufers bzw. der Verkäuferin, überprüfen Sie jede genannte physische Adresse und kontrollieren Sie die Registrierung der Fachperson für Geldanlagen, zum Beispiel über BrokerCheck der FINRA (New York Attorney General).
- Melden Sie Deepfake-Inhalte zu Geldanlagen den Strafverfolgungsbehörden und der Social-Media-Plattform, auf der sie erscheinen (New York Attorney General).
- In den Vereinigten Staaten können Sie eine falsche Prominentenempfehlung außerdem der FTC melden (FTC).
- Vorsicht bei Angeboten zur Rückholung verlorenen Geldes: Opfer werden später möglicherweise von Diensten kontaktiert, die nahelegen, sie könnten ihr Geld zurückholen, und verlieren unter Umständen noch mehr (New York Attorney General).
Quellen
- New York State Attorney General, „INVESTOR ALERT: ... Investment Scams Using AI-Manipulated Videos“ (29. August 2024).
- US Federal Trade Commission, „Did a celebrity really endorse THAT? Maybe not“ (April 2024).