KI-generierte Falschinformationen erkennen
Werkzeuge der Künstlichen Intelligenz können synthetische Fotos, Videos und Audioaufnahmen erzeugen, die sich kaum noch von der Realität unterscheiden lassen. Solche synthetischen Medien können im Rahmen von Desinformationskampagnen eingesetzt werden, um falsche Informationen zu verbreiten und Zielgruppen zu manipulieren (CISA).
Was offizielle Empfehlungen raten
- Deepfakes sind immer schwerer zu erkennen. Laut dem Canadian Centre for Cyber Security werden Deepfakes, also synthetische Inhalte einschließlich künstlich erzeugter Bilder, Audio- und Videodateien, die täuschen sollen, immer einfacher herzustellen und immer schwerer zu erkennen (Canadian Centre for Cyber Security).
- Vor dem Teilen innehalten. Inhalte, die man online sieht, nicht sofort weiterverbreiten, sondern zuerst die Fakten prüfen. Laut CISA verbreiten sich einige der schädlichsten Desinformationen rasant über geteilte Beiträge, die darauf abzielen, eine emotionale Reaktion hervorzurufen (CISA).
- Einige Fragen stellen. Löst der Inhalt eine emotionale Reaktion aus? Ist es eine außergewöhnliche Behauptung? Hat er sich auf ungeprüften oder kaum geprüften Plattformen viral verbreitet? Ein Ja entwertet die Information nicht automatisch, ist aber ein Zeichen, sie weiter zu recherchieren, bevor man ihr vertraut (Canadian Centre for Cyber Security).
- Die Quelle hinterfragen. Die Qualifikationen der Autorin oder des Autors recherchieren, die Ausrichtung des Mediums bedenken und die zugrunde liegenden Fakten überprüfen (CISA).
- Prüfen, was glaubwürdige Quellen sagen. Schauen, was glaubwürdige Quellen zum Thema berichten, und sich auf glaubwürdige Informationsquellen wie Behördenseiten stützen (CISA).
Praktische Prüfschritte
- Eine Faktencheck-Seite nutzen, um zu sehen, ob die Information bereits als falsch widerlegt wurde (Canadian Centre for Cyber Security).
- Eine umgekehrte Bildersuche durchführen, um zu prüfen, dass Bilder nicht von einer legitimen Website oder Organisation kopiert wurden (Canadian Centre for Cyber Security).
- Nicht davon ausgehen, dass eine Information stimmt, nur weil sie von einer vertrauten Person wie einem Freund oder einem Familienmitglied stammt (Canadian Centre for Cyber Security).
- Webadressen prüfen: Der Domainname einer gefälschten Seite kann Tippfehler enthalten oder eine andere Endung verwenden, etwa .net oder .org (Canadian Centre for Cyber Security).
- Genau hinsehen und hinhören: Bei Deepfakes passt die Beleuchtung oft nicht zum Hintergrund oder zu anderen Objekten; eine leicht unstimmige Stimme oder ein Mund, der nicht zu den Worten passt, können Anzeichen für manipuliertes Deepfake-Audio sein (Western Australian Government).
- Bei Verdacht, dass ein Video gefälscht ist, es der Plattform melden, auf der man es gefunden hat (Western Australian Government).
- Wenn Freunde oder Familie etwas teilen, das nach Desinformation aussieht, das Gespräch darüber im privaten Rahmen und respektvoll suchen (CISA).
Quellen
- Tactics of Disinformation, US Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (CISA).
- How to identify misinformation, disinformation, and malinformation, Canadian Centre for Cyber Security.
- How to identify Deepfakes Cheat Sheet, Cyber Security Awareness Month 2024, veröffentlicht auf wa.gov.au.